06–07
2002
 
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Termine 2002

12.06.–28.07.2002
Ausstellung | Großer Saal

Martin Walde
CLIPS OF SLIPS

Kunstgespräch am 3. Juli 2002, 18 Uhr
mit Martin Walde

Martin Walde arbeitete seit 1990 an einer Werkserie, die sich mit merkwürdigen Ereignissen im öffentlichen Raum auseinandersetzt. Ausgangspunkt sind zufällige Erlebnisse des Künstlers, sei es in der U-Bahn in Berlin, in einer Unterführung am Alexanderplatz, oder auf der Pont Marie in Paris. Alltägliche Ereignisse, die bisweilen von der Norm geringfügig abweichen können, registriert Martin Walde und verarbeitet sie später in Zeichnungen, Texten, Storyboards, Fotos und Videos. Die Installation im Salzburger Kunstverein kompilierte zahlreiche Arbeiten aus diesen Serien, die Walde LOOSING CONTROL oder ENACTMENTS nennt, wobei einmal der befürchtete oder tatsächliche Kontrollverlust, ein anderes mal die theatralische Qualität der Ereignisse im Vordergrund stehen. Ein Roboter, ausgerüstet mit Videobeamern und Diaprojektoren, projizierte Arbeiten in den Raum, die sich gegenseitig überschneiden und interferieren.

Martin Walde (geboren 1957, lebt in Wien und Paris) zählt zu den wichtigsten österreichischen Künstlern der mittleren Generation. Spätestens seit der letzten Documenta ist er einem breiten Publikum bekannt. Walde erfindet Gegenstände, die sich erst durch ihren vielfältigen Gebrauch erschließen. Die Konstruktion und Dekonstruktion populärer Erzählkultur ist ein weiterer Schwerpunkt seiner Beschäftigung in den Medien Zeichnung, Video, Architektur und Installation.

Martin Walde, CLIPS OF SLIPS, 2002 Video- und Diaprojektionen, Installationsansicht Salzburger Kunstverein

Martin Walde, CLIPS OF SLIPS, 2002 Video- und Diaprojektionen, Installationsansicht Salzburger Kunstverein
Foto: Andrew Phelps