07–09
2011
 
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Termine 2011

21.07.–25.09.2011
Ausstellung im Kabinett

Taktiken des Wilderns
ORTung 2010

Das Alltägliche setzt sich aus allen möglichen Arten des Wilderns zusammen.
Michel de Certeau*

Im Sommer 2011 fand im Kabinett des Salzburger Kunstvereins die Präsentation der Projekte des KünstlerInnensymposiums ORTung 2010 statt. Zum achten Mail spielte sich das Residency-Programm ORTung 2010 in Strobl ab. Dem zweiwöchigen Programm der Salzburger Landesregierung folgen jedes Jahr sieben internationale KünstlerInnen, die von einer Jury vorgeschlagen werden. Wie bereits die Jahre zuvor wurde auch 2010 ein loser thematischer Rahmen vorgegeben, anhand dessen die KünstlerInnen Strobl und die umliegende Region erkunden und erforschen, welches zur Inspiration dienen sollte.

„Taktiken des Wilderns“, so der Themenrahmen 2010, sollte nicht nur als Referenz auf die Romantisierung und Heroisierung der Wilderer als Volkshelden im ländlichen Raum des 18. und 19. Jahrhunderts gelesen werden. Das Thema widmete sich vielmehr der Frage nach aktuellen künstlerischen Praktiken, die sich mit dem Alltäglichen und den darin entwickelbaren Handlungsformen beschäftigten. Folgt man der Annahme, dass unser Leben von regulierten Abläufen bestimmt ist, scheint der individuelle Handlungsraum zunehmend zu schrumpfen. Besonders durch krisenhafte Vorkommnisse in den letzten Jahren hat sich dramatisch gezeigt, was passieren kann, wenn Ordnungssysteme und die sie stabilisierenden Normen aus den Zentrifugen ihrer Kreise geworfen werden.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

KünstlerInnen: Erik Hable, Irina Korina,
Marianne Lang, Joanna Rajkowska,
Friedrich Rücker, Sofie Thorsen, Ina Weber

Jury:Maren Richter, Hemma Schmutz,
Astrid Wege

* Michel de Certeau, Kunst des Handelns, Berlin Merve Verlag, 1980.

V.l.n.r.: Erik Hable, Diverse Erscheinungen – Markerherz, 2011. Marianne Lang, My House in Strobl, 2010.

V.l.n.r.: Erik Hable, Diverse Erscheinungen – Markerherz, 2011. Marianne Lang, My House in Strobl, 2010.
Foto: Andrew Phelps, © Salzburger Kunstverein

Friedrich Rücker, Artefakt 05, 2010, Strobl.