
Umbau 2010: Künstlerhaus in neuem Glanz
Da das Künstlerhaus schon seit längerem erhebliche Mängel, vor allem an der Fassade, aufwies, wurde seit 2006 vom Vorstand des Salzburger Kunstvereins eine Sanierung angestrebt. 2009 wurden schließlich die dazu notwendigen finanziellen Mittel von Stadt und Land Salzburg bewilligt. Mit diesen Geldern konnte der repräsentative Gründerzeitbau aus dem 19. Jahrhundert 2010 umfassend saniert werden. Mit den Planungen zum Umbau wurden die Architekten Maria Flöckner und Hermann Schnöll (Architekturpreis des Land Salzburg 2008) beauftragt.
Primäres Ziel des Umbaus war es, die räumlichen Kommunikations- und Aktionsmöglichkeiten des Künstlerhauses sowohl im Inneren als auch nach außen hin und in den öffentlichen Raum hinein zu erweitern. Dazu wurde zunächst die ursprüngliche Ringgalerie im Parterre wieder freigelegt. Dieser neu gewonnene Raum soll in Zukunft als Ausstellungsdisplay zur Verfügung stehen und umfassend genutzt werden. Im Zuge dieser „Öffnung“ des Hauses wurde auch der Hintereingang am Salzachufer offen, freundlich und einladend gestaltet. Neu und zu Durchgängen ins Gebäudeinnere erweitert wurden die vier Eingangstüren an den beiden Gebäudeseiten, was das Haus nun von allen Seiten begehbar macht. Um mehr Grünraum und eine offene Erholungsfläche mitten im urbanen Raum zu schaffen, wurde die Rasenfläche rund um das Künstlerhaus stark vergrößert; im Sommer werden hier Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Genießen einladen.
Die sichtbarste Veränderung des Künstlerhauses betrifft jedoch sicherlich die neue, historisch begründete Fassadenfarbe. Die letzte umfassende Sanierung wurde in den 1970er Jahren durchgeführt, zuletzt war die Fassade schon sehr brüchig und schadhaft. Durch Befundungen im Auftrag des Bundesdenkmalamts konnte die ursprüngliche Farbgestaltung der Fassade, welche auch die Gliederungselemente umfasst hatte, wieder hergestellt werden. Das Künstlerhaus präsentiert sich nun als zeitgemäße, nicht zu übersehende Red Box.
Genauso erneuert wurden schadhafte Fenster, Heizkörper und Zuleitungen sowie die Wärmedämmung im Dachgeschoß. Sechs der bestehenden Künstlerateliers wurden saniert und der Brandschutz an die vorschriftsmäßigen Standards angepasst.
Umbau 2001
Anfang 2001 wurde das Künstlerhaus in Salzburg von der Salzburger Architektengruppe HALLE 1, die auch den Zubau zum benachbarten Bezirksgericht geplant hatte, umgebaut und renoviert. Ziel des Bauvorhabens war eine umfassende Renovierung und Öffnung des Hauses sowie die Herstellung eines adäquaten Standards für ein Ausstellungs- und Atelierhaus für zeitgenössische Kunst.
Die Gestaltung verfolgte zwei Grundideen: einerseits den gründerzeitlichen Bau von späteren Zubauten zu befreien und die historische Gestaltung in ihrer Klarheit wieder herauszuschälen, andererseits die aufgrund der heute geänderten Anforderungen notwendigen architektonischen Neuerungen in einer zeitgenössischen Sprache zu verwirklichen.
Im großen Ausstellungssaal wurde die Technik an aktuelle Standards angepasst. Zudem wurde zusätzlich ein neues Ausstellungskabinett eingerichtet. Die Eingangstreppe wurde in den ursprünglichen Zustand der Pyramidentreppe zurückversetzt und der Umraum des Künstlerhauses wieder in eine öffentliche Fläche, die von allen Seiten frei zugänglich ist, rückgeführt. An das CaféCult auf der Salzachseite wurde eine Caféterrasse aus Glas angedockt (geplant von der Wiener Architektin Elsa Prochazka).
Die Finanzierung des Bauvorhabens erfolgte im Rahmen des Investitionsprogramms für die Kulturstätten von Stadt und Land Salzburg. Ein Viertel der Kosten von insgesamt 900.000 € bezahlte der Kunstverein aus Rücklagen und mit Hilfe privater Sponsoren.