Omer Fast. The Invisible Hand
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Eröffnung: Fr, 07.02.2020 | 20 Uhr
Ringgalerie
08.02.2020 - 31.12.2022

Omer Fast. The Invisible Hand

2019 beauftragte der Salzburger Kunstverein Omer Fast seinen erstaunlichen Film Der Oylem iz a Goylem, der auf einem jüdischen Märchen basiert, zu produzieren. Ab 2020 wird in der Ringgalerie eine Installation seines VR-Films The Invisible Hand zu sehen sein, der auf demselben Märchen basiert. Damit setzen wir unsere langfristige Zusammenarbeit mit diesem Künstler fort.

Der immersive 3D Virtual Reality (VR) Film ist eine andere Version des jüdischen Märchens und folgt einem jungen Mädchen, das die unheimliche Vergangenheit ihrer Familie in der Volksrepublik China erzählt. Die Geschichte beginnt damit, dass der Vater des Mädchens als Knabe einen Finger im Waldboden entdeckt, der verzweifelt versucht einen in der Nähe liegenden Ring zu erreichen. Obwohl verführt von dem kostbaren Juwel, gewinnt die ehrliche Natur des Jungen und er steckt den Ring über den Finger, bevor er schnell davon läuft. Ab da erhält die Familie regelmäßig ordentlich gebündelte Geldscheine auf ihre Türschwelle, nicht wissend, wer der geheimnisvolle Wohltäter ist. Der Junge besucht nun eine Privatschule und die Familie zieht in eine große schöne Wohnung. Als er erwachsen ist und im Begriff zu heiraten, erscheint während der Zeremonie ein mysteriöser Gast...

Der Film wurde 2018 in Guangzhou, China, gedreht. Die Arbeit wurde vom Guangdong Times Museum in Auftrag gegeben und dort uraufgeführt, aber nach ein paar Tagen verboten, denn die offizielle Erklärung dafür war, dass es seit der Gründung der Volksrepublik China keine Geister mehr gibt.

Omer Fast (*1972, Jerusalem) lebt und arbeitet in Berlin.